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Neue Förderrunde: „Sanierung kommunaler Sportstätten - Schwimmbäder“

Im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ startet der Bund einen weiteren Projektaufruf speziell für die Sanierung kommunaler Schwimmbäder (SKS-Schwimmbäder). Ziel ist die umfassende Modernisierung von Hallen- und Freibädern, die Steigerung der Energieeffizienz sowie der Abbau baulicher Barrieren.

Für den Aufruf 2026 stehen 250 Millionen Euro aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ bereit. Projektskizzenkönnen von Kommunen ausschließlich digital über das Förderportal des Bundes easy‑Online bis zum 19. Juni 2026 eingereicht werden. Über die Auswahl entscheidet im Anschluss der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages.

Auch in dieser Förderrunde haben Vereine keine eigene Antragsberechtigung. Aber erneut können die Kommunen auch Anträge für Sportstätten Dritter, z.B. Vereine stellen und damit für eine Förderung infrage kommen. Interessierte Vereine sollten daher umgehend auf ihre kommunalen Mandatsträger zugehen, um Projektskizzen über die Kommune einreichen zu können.

Gefördert werden öffentlich zugängliche kommunale Schwimmbäder einschließlich typischer baulicher Bestandteile und zweckdienliche Folgeeinrichtungen. Projektskizzen zu Schwimmbädern, die bereits zum ersten SKS-Aufruf 2025/2026 eingereicht wurden, können ohne Neueinreichung übernommen werden. Dazu ist lediglich eine formlose Erklärung per E-Mail mit der Skizzen-ID, dem Namen der einreichenden Kommune und dem Projekttitel an sks-schwimmbaeder(at)pd-g.de nötig.

Der erste SKS-Aufruf 2025/2026 verzeichnete bereits eine außerordentlich hohe Nachfrage. Über 3600 Interessenbekundungen mit einer beantragten Gesamtfördersumme von über 7,5 Milliarden Euro bei bereitgestellten 333 Millionen Euro unterstreichen den weiterhin bestehenden Handlungsbedarf. Neben dem jetzt gestarteten Aufruf SKS-Schwimmbäder ist voraussichtlich im Herbst dieses Jahres noch eine zweite SKS-Fördertranche über weitere 333 Millionen Euro vorgesehen. Weitere Informationen zum Projektaufruf können der Seite des zuständigen Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung entnommen werden.

Weitere Informationen zum Projektaufruf können der Seite des zuständigen Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung entnommen werden. 

Die schicke Schleife um das Paket: Genrikh Gartung vor dem ersten WM-Start

Wer sich umhört in der Eiskunstlauf-Szene, kommt an ihm nicht vorbei. Den Namen Genrikh Gartung müsse man sich merken, der 18-Jährige sei das größte Talent, das die Deutsche Eislauf-Union (DEU) aktuell im Einzellaufen in ihren Reihen habe, heißt es. Der junge Mann, der einem dann im digitalen Gespräch gegenübersitzt und freundlich lächelt, als er diese Einschätzung hört, macht nicht den Eindruck, unter der Last dieser Worte zusammenzubrechen. „So etwas stärkt mich, wenn die Menschen positiv über mich sprechen. Lob ist immer schön, ich freue mich darüber“, sagt Genrikh Gartung. Und so startet er in dieser Woche mit dem guten Gefühl in den bislang größten Wettkampf seiner noch jungen Karriere, eigentlich nur gewinnen zu können.

Bei der WM in Tschechiens Hauptstadt Prag ist der amtierende deutsche Meister der einzige Einzelstarter, den die DEU aufs Eis schickt. Man könnte in einer so herausgehobenen Position Druck verspüren oder die eigenen Erwartungen in ungesunde Höhen schrauben. Man kann aber auch einfach locker bleiben und sich auf die erste WM-Erfahrung im Seniorenbereich freuen, wie Genrikh es sich vorgenommen hat. „Ich bin ganz ruhig und entspannt, und natürlich auch stolz, dass ich als einziger Einzelstarter für Deutschland antreten darf“, sagt er. Neben ihm nicken Ria Schiffner und Niko Ulanovsky bestätigend. Die beiden betreuen das Toptalent als Trainerduo, seit der in Nischni Tagil geborene Genrikh, dessen Tante seit 30 Jahren in Deutschland lebt, vor drei Jahren aus Russland nach Oberstdorf kam, um sich dort voll auf den Sport zu konzentrieren.

Bei der Junioren-WM Anfang März belegte er Rang elf

„Er ist wirklich ein entspannter Typ, der gut mit Drucksituationen umgehen kann“, sagt Ria. Zumindest dann, wenn er nicht als Mitfavorit in einen Wettkampf startet. Bei der Junioren-WM Anfang März in Tallinn (Estland), die das Team als Generalprobe für den Saisonhöhepunkt eingestuft hatte, zeigte er im Kurzprogramm Nerven, verbaute sich mit Rang 17 alle Medaillenchancen, kämpfte sich aber mit der sechstbesten Kür auf Gesamtrang elf vor. „So etwas gehört dazu. Aber in Prag ist er der jüngste Starter im Feld und kann ganz locker ohne Druck antreten. Er soll Erfahrungen sammeln und das genießen“, sagt die Trainerin. Natürlich wäre die Qualifikation für das Kür-Finale, das die besten 24 des Kurzprogramms erreichen, ein schönes Ziel. „Aber es geht in erster Linie darum, dass er mit einem positiven Gefühl von seiner ersten WM nach Hause reisen kann. Er wird hoffentlich noch viele große Meisterschaften bestreiten und aus dieser Erfahrung viel lernen“, sagt Niko, der im Interview auch als Dolmetscher fungiert.

Genrikh lernt aktuell fleißig die deutsche Sprache, hat dreimal in der Woche Unterricht. Die großen Sätze sind allerdings noch für den Sport reserviert; auf dem Eis sind die kraftvollen Sprünge seine große Stärke. „In der vergangenen Woche hat er im Training erstmals den Vierfach-Salchow gestanden“, sagt Niko. Auch Flip, Lutz und Toeloop funktionieren vierfach, fehlt nur noch der Rittberger. „International könnte es irgendwann sogar in Richtung Fünffachsprünge gehen“, vermutet der Coach. Für seinen Schützling geht es aber erst einmal darum, weitere Vierfachsprünge in seine Programme einzubauen.

„Die beste Sportart ist die, die am meisten Spaß macht“

Sport fördert die Gesundheit. Sport hält fit. Das gilt für Kinder wie für Erwachsene. Diese Erkenntnis klingt nicht neu, doch, dass Sport glücklich macht und einen direkten Beitrag zur mentalen Gesundheit trägt, sogar essenziell für das mentale Wohlempfinden in der heutigen Gesellschaft ist, hingegen schon. Stimmt das? Diese Frage stellen wir Prof. Dr. Dr. Stefan Schneider. Er ist Professor am Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) und erforscht die Effekte von Sport und Bewegung auf unser Gehirn. 

DOSB: Herr Schneider, wenn wir uns bewegen und Sport treiben dann halten wir uns Fit, trainieren unsere Muskeln und unsere Ausdauer. In Ihrem Buch „111 sportliche Impulse, die schlau und glücklich machen“ zeigen Sie wie Sport glücklich macht. Wie erklären Sie das?

Prof. Dr. Dr. Stefan Schneider: Sport macht auf zweierlei Weise glücklich. Einerseits gibt es ein kurzfristiges Glücklichsein nach dem Sport. Den inneren Schweinehund überwunden zu haben, etwas geleistet zu haben und stolz auf sich zu sein. Auf der anderen Seite bietet Sport eine wunderbare Möglichkeit, sich mit der eigenen Körperlichkeit auseinanderzusetzen, auch mal an Grenzen zu gehen, auch mal Schmerzen zu empfinden.

Und dieser Schmerz macht dann glücklich?

Vor vielen Jahren hat es ein Kollege mal auf den Punkt gebracht: als er gesagt hat: “Sport ist wie mit dem Kopf gegen die Wand hauen. Es fühlt sich so gut an, wenn der Schmerz nachlässt.” Nach dem Sport fühlen wir uns wohl und glücklich. Weil wir etwas geschafft haben ... und auch, weil der Schmerz nachlässt! Auch dient Sport der mentalen Erholung. Gerade in Jobs, die in hohem Maße mit Stress verbunden sind, schaltet der denkende Teil des Gehirns irgendwann ab. Da Sport andere Gehirnareale benutzt, nämlich den motorischen Kortex, gibt es einen Erholungseffekt. Genauso fördert Sport die Konzentrations- und die Aufmerksamkeitsfähigkeit. In der Schule, im Studium und auch im Job.

Reicht Spazierengehen in der Mittagspause aus, um sich mental gut zu fühlen, oder muss es eine intensive Sporteinheit sein?

Wenn wir auf eine physische Anpassung schauen, dann brauchen wir einen überschwelligen Reiz. Das wissen wir aus der Trainingswissenschaft. Da muss es schon etwas intensiver werden als Spazierengehen. Wenn es jedoch um das Thema mentale Gesundheit oder Glücklichsein durch Sport und Bewegung geht, ist es entscheidend, dass es Spaß macht. Ob das jetzt eine moderate Intensität ist oder eine hohe Intensität, ob das Radfahren ist, Spazierengehen, Laufen, Schwimmen oder der Kraftraum. Entscheidend ist, dass es Spaß macht, und dass ich in dem Moment in der Lage bin, mental abzuschalten und dann gibt es eben diese positiven Effekte auf die kognitive Leistungsfähigkeit und auf das emotionale Wohlbefinden.