„Deutschland kann auf seinen Nachwuchs bauen, wenn man ihn fördert“
Am vergangenen Sonntag hatte der Deutsche Handballbund (DHB) wieder einmal Grund zu großer Freude. 351 Tage nach dem Gold-Coup von Podgorica haben Deutschlands Handball-Juniorinnen ein historisches Double geschafft. Die U-19-Europameisterinnen von 2025 gewannen in Jinzhong (China) das Finale der U-20-WM mit 33:26 (15:14) gegen Dänemark. Erst zum dritten Mal ist einer Mannschaft in dieser weiblichen Altersklasse der Doppelerfolg gelungen, für Deutschland ist es sogar ein Novum. „Wir haben diesen WM-Titel als Team gewonnen, aus dem alle 16 Spielerinnen wichtig sein können. Jede hat einen überragenden Anteil an dieser Goldmedaille“, analysierte Trainer Christopher Nordmeyer.
In der Heimat freuten sich viele mit dem Team, aus dem die zur neuen Saison von der HSB Blomberg-Lippe zum Bundesligakonkurrenten Buxtehuder SV wechselnde Ruslana Litvinov zur wertvollsten Spielerin der WM gekürt wurde. „Dieses Doppel-Gold ist historisch, dazu gratuliere ich der ganzen Mannschaft mit dem Trainerteam um Christopher Nordmeyer herzlich. Es beeindruckt mich, wie diese Mannschaft mit dem Start der Europameisterschaft 2025 ihren Weg konsequent gegangen ist und mit ihrem Auftreten auf und abseits der Platte begeistert hat“, gratulierte Ingo Meckes, Vorstand Sport des DHB. Frauen-Bundestrainer Markus Gaugisch zeigte sich genauso begeistert: „Herzlichen Glückwunsch an die Mannschaft und das Trainerteam. Diese Mannschaft ist vollkommen verdient Weltmeister geworden mit einer überragenden Leistung während des gesamten Turniers. Sie haben eine unfassbar gute und bewegliche Deckung gespielt. Gegen jedes System haben sie eine Antwort gefunden. Und vorne haben sie auch total cool gespielt. Herausragend!“
Auch Erik Wudtke freute sich riesig über die Erfolge der vergangenen Wochen. „Nachdem unsere Beachhandball-Männer am vorvergangenen Wochenende den WM-Titel gewonnen hatten, haben nun die U-20-Juniorinnen und auch die weibliche U16, die die European Open in Göteborg gewonnen haben, nachgezogen. Dazu gratuliere ich den Teams und insbesondere meinen Trainerkollegen ganz herzlich. Wenn jetzt der männliche Nachwuchs nachziehen kann, könnte das ein heißer Handballsommer für den DHB werden“, sagte der 53-Jährige, der als U18/U19-Bundestrainer und Co-Trainer der A-Nationalmannschaft der Männer seinen sommerlichen Saisonhöhepunkt noch vor sich hat. Mit dem DOSB sprach der in Aachen geborene Wahl-Hamburger über die Ausbildung von Talenten und die Bedeutung der Nachwuchsarbeit für den DHB.
Startschuss für die Team D Awards Mailand Cortina 2026
Mit den Team D Awards werden Athlet*innen ausgezeichnet, die die Menschen mit einzigartigen Momenten und persönlichen Geschichten bei den Olympischen und Paralympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026 bewegt, emotional berührt oder beeindruckt haben. Dabei werden sowohl sportliche Leistungen berücksichtigt als auch das Auftreten der Athlet*innen abseits des Wettkampfes.
Ab sofort können Fans und Mitglieder von Team D und Team D Paralympics noch bis zum 15. Juli in einer öffentlichen Wahl auf den Websites der Teams abstimmen. Die Auszeichnung der Preisträger*innen erfolgt am 24. Juli im Rahmen eines Team D Abends in Hannover.
Die zur Wahl stehenden Athlet*innen zeichnen sich durch mehr aus als reine sportliche Erfolge: Sie haben Momente geschaffen, die für immer bleiben, die Werte von Team D auf vorbildliche Weise vertreten und die Menschen mit ihrer Haltung inspiriert.
DOSB-Vorstand Leistungssport und Chef de Mission des Team D, Olaf Tabor: „Der Team D Award ist eine besondere Auszeichnung für besondere Menschen. Unsere Athletinnen und Athleten haben in Mailand Cortina nicht nur mit ihren Leistungen begeistert, sondern mit ihrer Persönlichkeit, ihrem Teamgeist und ihrer Haltung Millionen Menschen berührt. Genau diese Geschichten wollen wir mit dem Award sichtbar machen. Umso schöner ist es, dass die Fans selbst mitentscheiden können, welche Momente sie am meisten bewegt haben, denn ihre Unterstützung macht den Sport und das Team D so besonders.“
Alexander Zverev ist „Sportler des Monats“ Juni
Mit seinem Triumph bei den French Open hat Alexander Zverev einen der größten Erfolge seiner Karriere gefeiert. Im packenden Fünf-Satz-Finale in Paris gewann der Olympiasieger von Tokio seinen ersten Grand-Slam-Titel und krönte damit seine herausragende Sandplatz-Saison. Für diese außergewöhnliche Leistung wählten die Sporthilfe-geförderten Athletinnen und Athleten den gebürtigen Hamburger mit 50,8 Prozent zum „Sportler des Monats“ Juni.
Anders als bei Medien- oder Publikumswahlen entscheiden bei der Wahl zur Sportlerin bzw. zum Sportler des Monats ausschließlich Deutschlands beste Nachwuchs- und Spitzenathletinnen und -athleten. Dadurch erhält die Auszeichnung ihre besondere sportliche Wertigkeit. Zu Beginn eines jeden Monats stellt die Sporthilfe den rund 4.000 geförderten Athletinnen und Athleten Kandidatinnen oder Kandidaten zur Wahl, die sich im Vormonat durch herausragende Leistungen empfohlen haben. Die Stimmabgabe erfolgt per Online-Voting.
Hinter Alexander Zverev sichert sich Triathletin Lisa Tertsch Rang zwei (38,9 %). Die amtierende Weltmeisterin gewann bei den Europameisterschaften im spanischen Tarragona den EM-Titel auf der olympischen Distanz. Im Schlussspurt setzte sie sich gegen die Titelverteidigerin durch und komplettierte mit EM-Gold ihre beeindruckende Titelsammlung. Den dritten Platz bei der Wahl belegt das deutsche 3x3-Basketball-Nationalteam der Männer (10,3 %). Denzel Agyeman, Fabian Giessmann, Kevin Bryant und Niklas Kropp feierten bei der Weltmeisterschaft in Warschau mit dem Gewinn der Silbermedaille den größten Erfolg in der Geschichte des deutschen 3x3-Basketballs der Männer. Nach einer makellosen Vorrunde erreichte das Quartett das Finale, in dem es sich erst dem Favoriten Lettland geschlagen geben musste.
Für ihre herausragenden Leistungen waren die Athletinnen und Athleten von der Athletenkommission im DOSB, von SPORT1 und von der Sporthilfe für die Wahl nominiert worden.


