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TAFISA European Sport for All Games – Was steckt dahinter?

Was sind die TAFISA European Sport for All Games?

Die TAFISA European Sport for All Games sind das europäische Festival für Breitensport und traditionelle Spiele und Sportarten. Die Veranstaltung stellt Bewegung, Teilhabe, Begegnung und kulturellen Austausch in den Mittelpunkt und macht den Sport für Menschen jeden Alters erlebbar. Das Festival wird von der Limerick Sports Partnership gemeinsam mit dem Weltbreitensportverband TAFISA ausgerichtet. 

Wann findet das Festival statt? 

Die TAFISA European Sport for All Games finden 2026 in ihrer dritten Ausgabe in Limerick, Irland, statt. Die Veranstaltung läuft vom 7. bis 10. August. An verschiedenen Orten in Limerick können Besucher*innen traditionelle Sportarten und Spiele kennenlernen, Vorführungen erleben und zahlreiche Angebote selbst ausprobieren.

Welche Sportarten und Spiele sind mit dabei? 

Das Programm umfasst rund 50 Sportarten und Spiele aus ganz Europa. Dazu gehören unter anderem: 

  • Fassrollen
  • Gymnastik
  • Hufeisenwerfen
  • Pétanque (Boule-Spiel)
  • Serbisches Ringen
  • Tamburello
  • Tanz
  • Tauziehen

Vorführungen und Mitmachangebote laden Interessierte dazu ein, die unterschiedlichen Sportarten und Spiele selbst auszuprobieren.

Wer kann teilnehmen? 

Die Spiele richten sich ausdrücklich an Menschen jeden Alters. Familien, Kinder und Jugendliche, ältere Menschen, Vereine und Gemeinschaftsgruppen sind eingeladen, die Angebote kennenzulernen und selbst aktiv zu werden. 

Außerdem wurden Sportvereine dazu aufgerufen, Teil der Veranstaltung zu werden und traditionelle Sportarten oder Spiele aus ihren Ländern zu präsentieren. Auch deutsche Sportvereine konnten sich darum bewerben.

Wer ist für die deutsche Delegation dabei? 

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entsendet eine Delegation nach Limerick, um Sportdeutschland mit traditionellen Sportarten und Breitensportangeboten zu repräsentieren. 

Nach abgeschlossener Bewerbungsphase fiel die Entscheidung auf den SV Oberelspe e.V. Die Garde- und Showtanzgruppe „Grüne Funken Oberelspe“ reist mit acht Personen unter dem Slogan „Unser Tanz erzählt Tradition. Unsere Reise führt nach Irland“ zu dem Festival in Limerick. 

Was ist das Ziel des Festivals?

Die European Sport for All Games wollen zeigen, dass Sport und Bewegung allen Menschen offenstehen, unabhängig von Alter, Leistungsniveau oder sportlichem Hintergrund.

Im Mittelpunkt stehen die Begegnung von Menschen und Kulturen, die Förderung von Bewegung und Teilhabe sowie die Bewahrung und Vermittlung traditioneller Sportarten und Spiele. Die verschiedenen europäischen Delegationen geben Einblicke in ihre Sport- und Bewegungskultur und laden Besucher*innen zum Mitmachen ein.

Damit leistet das Festival einen Beitrag zu einer aktiven, inklusiven und lebendigen Sportkultur und macht zugleich das gemeinsame europäische Kulturerbe traditioneller Sportarten und Spiele sichtbar.

Weitere Informationen rund um das Festival gibt es hier.

Sportabzeichen mit den Kleinsten: Warum Bewegung Kinder stark macht

Schon kurz nach 8.30 Uhr herrschte oberhalb des Seeparkstadions bei Sonnenschein reges Treiben. Kinder einer Kita-Gruppe des Kinder- und Familienzentrums Sprungbrett in Freiburg rannten, balancierten, sprangen und lachten. Doch statt Leistung und Bestzeiten standen bei den Kleinsten Abenteuer und Fantasie im Mittelpunkt. „Wir begleiten den Hasen Hoppel und den Igel Bürste auf ihrem Weg durch den Eichenwald zu ihrer Freundin Frau Eule. Sie hat heute Geburtstag. Unterwegs warten spannende Abenteuer auf uns, aber gemeinsam schaffen wir das“, rief Sina Müksch von der Badischen Sportjugend den Kindern zu.

Was folgte, war das Mini-Sportabzeichen mit Hoppel und Bürste. Ein Bewegungsangebot für Drei- bis Sechsjährige, das spielerisch die Freude an Bewegung vermittelt. Die Kinder meisterten verschiedene Bewegungsabläufe und körperliche Herausforderungen. Ganz nebenbei schulten sie wichtige motorische Fähigkeiten in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. „Es motiviert Kinder und ist in eine Bewegungsgeschichte eingebettet. Daran haben sie Spaß und können sich ausprobieren“, erklärt Studentin Müksch, die bei der Badischen Sportjugend Freiburg ihr Praxissemester absolviert und dort insbesondere für das Mini-Sportabzeichen zuständig ist. „Am Ende bekommen alle eine Urkunde und einen Anstecker, das motiviert zusätzlich und alle gehen mit einem Lächeln nach Hause.“

Herausragende Frankfurter Sportjournalistin starb mit 68 Jahren

Evi Simeoni berichtete mehr als 40 Jahre in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) unter anderem über Rudern, Formel 1, Ski alpin, Gewichtheben, Ringen und über den Pferdesport, der ihr ganz besonders am Herzen lag. Bekannt war sie aber vor allem für ihre stets sorgfältig recherchierten Reportagen über die Geschichten hinter den Athlet*innen, Trainer*innen und allen Beteiligten im Sport, ganz besonders in der internationalen Sportpolitik. „Sosehr ihr Herz auch pochend schlug für die Leistungen der Menschen, für die kraftvolle Synchronisation der Ruderer im Achter, für den Mut der Abfahrtsläufer, für die Schnelldenker in den Formel-1-Cockpits und die Eleganz von Pferd und Reiter bei schwierigsten Pirouetten, so sehr zog es sich zusammen, wenn Evi Simeoni nur den Hauch der Manipulation spürte“, schrieb FAZ-Sportchef Anno Hecker in seinem Nachruf. 

Evi Simeoni berichtete von Olympischen Spielen, von Weltmeisterschaften, von Sessions des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und prägte den Stil des FAZ-Sportteils. Dabei schreckte sie nicht vor den schwierigen Themen des Sports zurück, sondern brachte mit ihrem kritischen Blick Ungereimtheiten, Missstände und Angriffe auf die Werte des Sports zutage. Sie war bekannt für ihr einfühlsames, aber auch hartnäckiges Nachfragen, bis wirklich alle Details ausrecherchiert und sattelfest waren, um dann in ihrem eleganten Sprachstil zu berichten, was zu berichten war. Dabei blieb sie stets fair und gab den Menschen die Möglichkeit, sich zu erklären. Für ihre exzellente journalistische Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet und war zweimal Sportjournalistin des Jahres. Darüber hinaus machte sie sich auch einen Namen als Autorin von mehreren Büchern. 

Auch IOC- und DOSB-Ehrenpräsident Thomas Bach war von ihrer herausragenden journalistischen Leistung beeindruckt:  „Evi Simeoni war eine der ganz Großen im deutschen Sportjournalismus. Sie hat sich den Themen einfühlsam zugewandt und ihren Gesprächspartnern aufgeschlossen zugehört, um sich dann ihre eigene Meinung zu bilden. Man konnte spüren, wie ihr manche Themen auch selbst nahe gegangen sind und sie emotional aufgewühlt haben. Ihre große sprachliche Ausdruckskraft hat ihren journalistischen und literarischen Werken Nachdruck und Tiefe verliehen. Ich werde sie vermissen.” 

Evi Simeoni wurde 68 Jahre alt. Der DOSB wird ihr ein ehrendes Andenken bewahren.