Noch 1.000 Tage: Die Sportwelt freut sich auf Karlsruhe
Die World Games 2029 (TWG2029) finden vom 19. bis 29. Juli 2029 statt und bringen über 4.000 internationale Athlet*innen aus nicht-olympischen Sportarten und Disziplinen nach Karlsruhe und in die umliegende Region. Hier treten sie in 36 Sportarten, 62 Disziplinen und bei über 260 Medaillenwettbewerben gegeneinander an.
Mit der Enthüllung einer neuen, 3,5 Meter hohen Countdown-Uhr von Tissot direkt am Karlsruher Marktplatz wurde heute feierlich dieser Meilenstein gefeiert. IWGA-Präsidentin Anna Arzhanova, Dr. Frank Mentrup (Oberbürgermeister Karlsruhe & Präsident des Organisationskomitees TWG2029) und Theresa Schopper (Sportministerin Baden-Württemberg) drückten gemeinsam auf den Buzzer und starteten den Countdown. Die LED-Anzeige zeigt jetzt genau 1.000 Tage bis zum 19. Juli 2029. Dem Tag, an dem eine der größten Sportveranstaltungen der Welt mit rund 4.000 Sportler*innen aus mehr als 100 Ländern feierlichen Auftaktveranstaltung, 2029 im Karlsruher Wildparkstadion feierlich eröffnet wird.
Bei allen Gästen aus Politik und Sport war die Vorfreude auf eine der größten Multisportveranstaltungen der Welt spürbar. Mikaelle Assani, Deutsche Meisterin im Weitsprung und TWG2029 Ambassador, schwärmte davon, eine Atmosphäre wie bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris in ihrer Stadt zu haben: „Solche Veranstaltungen haben für mich etwas ganz Besonderes. So viele unterschiedliche Sportarten auf Weltklasse-Niveau zu erleben, und das auch noch in meiner Stadt, ist einmalig. Ich freue mich schon jetzt riesig auf 2029!“
Begeistert erzählten Lucie-Marie Kretzschmar (Silber im Beachhandball) und Mia Bitsch (Gold im Karate) von ihren Medaillen bei der letzten Ausgabe der The World Games. „Der Gewinn der Goldmedaille bei The World Games 2025 in Chengdu ist mein absolutes Karriere-Highlight. Ich kann es kaum erwarten, im Sommer 2029 hier vor heimischem Publikum alles dafür zu geben, den Titel zu verteidigen“, so die 22-jährige Karateka Mia Bitsch.
Gehirnerschütterung erkennen: Das können Trainer*innen tun
Sport ist gut für Körper, Geist und Seele, für soziale Kontakte und Engagement. Seine positiven Eigenschaften entfaltet der Sport, wenn er sicher und verletzungsfrei bleibt. Dennoch sind Verletzungen insbesondere in den Kontaktsportarten nicht immer vermeidbar.
Rund 44.000 Gehirnerschütterungen werden jährlich im organisierten Sport in Deutschland dokumentiert. Die Dunkelziffer liegt vermutlich höher. Dabei muss eine Gehirnerschütterung keineswegs mit einer Bewusstlosigkeit einhergehen. Mögliche Anzeichen sind beispielsweise Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Benommenheit sowie Konzentrations- oder Gedächtnisprobleme. Für Trainer*innen und Betreuer*innen im Sportverein bedeutet das: Nach einem Zusammenprall oder einer Kopfverletzung aufmerksam hinschauen und Beschwerden ernst nehmen.
K.E.K.S.: Vier Buchstaben, die beim Erkennen helfen
Mit dem K.E.K.S.-Test der ZNS-Stiftung lassen sich wichtige Symptombereiche einfach merken:
- K wie Kopfschmerzen: Gibt es Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit?
- E wie Empfindlichkeit: Ist die Person ungewöhnlich gereizt oder empfindlich gegenüber Licht und Geräuschen?
- K wie Konzentration: Gibt es Probleme mit Konzentration oder Gedächtnis? Fühlt sich die Person benommen?
- S wie Schlaf: Ist sie ungewöhnlich müde oder erschöpft oder hat sich der Schlaf verändert?
Besteht der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung, sollte die Verletzung nicht bagatellisiert werden. Betroffene sollten aus dem Wettkampf oder der Trainings-Übung genommen und medizinisch untersucht werden. Auch wenn Beschwerden zunächst leicht erscheinen, ist Aufmerksamkeit gefragt.
Alle Augen auf Sölden: Startschuss für die Wintersportsaison 2026/27
Unten im Hinteren Ötztal werden gerade noch die letzten Spuren des Spätsommers verwischt, doch auf dem Rettenbachgletscher, auf rund 3.040 Meter über Meereshöhe, ist alles angerichtet für das Spektakel, das auch in diesem Jahr wieder den globalen Sportwinter einläutet. Zum Auftakt des alpinen Ski-Weltcups gehen am Samstag (24. Oktober) in Sölden im österreichischen Bundesland Tirol die besten Frauen der Welt im Riesenslalom an den Start, tags darauf (jeweils 1. Durchgang 10 Uhr, 2. Durchgang 13 Uhr) folgen die Männer mit ihrem Riesentorlauf. Mittendrin die Asse des Deutschen Skiverbands (DSV), von denen sich in Lena Dürr und Fabian Gratz zwei im DOSB-Gespräch mit durchaus unterschiedlichen Ausrichtungen präsentieren.
Vergleichbar groß allerdings ist – um mit etwas einzusteigen, das die beiden verbindet – die Vorfreude auf das erste Startsignal. „Sölden ist ein extrem cooler Start für den alpinen Skisport. Wir bekommen hier Jahr für Jahr die Gelegenheit, die Wintersportsaison zu eröffnen, und darauf freue ich mich sehr, weil mir jedes Mal klar wird, wie herausgehoben dieser Termin ist“, sagt Fabian Gratz. Lena Dürr kann zwar nicht mehr ganz genau nachvollziehen, wie häufig sie schon in Sölden am Start war. „Aber es ist immer ein Highlight, dort dabei zu sein. Sölden hat einen sehr hohen Stellenwert für mich, zumal es quasi ein Heimrennen ist, denn kein Weltcup-Austragungsort liegt näher an meiner Heimat“, sagt die gebürtige Münchnerin.
Saisonvorbereitung in Argentinien und Neuseeland
Schon in der Vorbereitung auf die ersten Rennen der Saison 2026/27 sind Lena und Fabian allerdings unterschiedliche Wege gegangen. Während der 29-Jährige vom TSV Altenau mit dem deutschen Männerteam das Sommertraining wie gewohnt im Basiscamp in Argentinien absolvierte, war die 35-Jährige vom SV Germering auf eigene Faust in Neuseeland. Dort trainierte sie mit Lokalmatadorin Alice Robinson und anderen Weltklasseathletinnen wie jenen vom Team USA. „Das war ein sehr interessantes internationales Feld, das mir viele neue Impulse gegeben hat“, sagt sie. Nach drei Wochen Skipause, die sie für Athletik- und Ausdauertraining nutzte, gab es schließlich Ende September die Zusammenführung auf dem Pitztaler Gletscher, wo das gesamte deutsche Weltcupteam die unmittelbare Wettkampfvorbereitung absolvierte.
Der Auftakt in Sölden ist auch deshalb so besonders, weil er zeitlich dem Rest der Weltcupsaison deutlich vorgelagert ist. Das nächste Riesenslalomrennen steht erst fünf Wochen später in den USA – Frauen am 28. November in Killington, Männer am 29. November in Copper Mountain – im Kalender. „In Sölden habe ich sicherlich noch nicht ganz die Form, die ich für die Saison brauche und entwickeln werde. Aber ich finde es sehr gut, eine Standortbestimmung zu haben und danach zu wissen, wo ich mich noch umorientieren und verbessern kann. Die Zeit zwischen Sölden und den US-Rennen ist quasi wie eine zweite Vorbereitung“, sagt Fabian. Lena dagegen hat eher wenig Lust auf Experimente. „Ich habe mich in der Vorbereitung zunächst voll auf den Riesenslalom fokussiert und will schon am Wochenende in Topform sein“, sagt sie.
