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Team D-Athlet*innen für Dakar 2026 nominiert

Der DOSB hat am heutigen Dienstag (15. September) in seiner Nominierungssitzung 50 junge Athlet*innen offiziell für das Team Deutschland nominiert, um bei den Olympischen Jugendspielen Dakar 2026 an den Start zu gehen. Team Deutschland wird bei den Olympischen Jugendspielen vom 31. Oktober bis 13. November 2026 in 17 Sportarten vertreten sein. Die Athlet*innen sind zwischen 14 und 17 Jahre alt und gehören zu den vielversprechendsten Nachwuchssportler*innen Deutschlands. 

Die Olympischen Jugendsommerspiele Dakar 2026 markieren einen historischen Meilenstein für die Olympische Bewegung und das Internationale Olympische Committee (IOC). Erstmals wird eine olympische Veranstaltung auf dem afrikanischen Kontinent ausgetragen. Wettkampfstätten befinden sich in der senegalesischen Hauptstadt Dakar sowie in den Städten Diamniadio und Saly.

„Ich mag es am liebsten, wenn die Rennen hart sind“

DOSB: Franziska, welchen Stellenwert hat die WM für dich in dieser an Höhepunkten reichen Saison?

Franziska Koch: Obwohl ich bereits eine tolle Saison hatte, freue ich mich sehr auf die WM. Sie hat sportlich einen hohen Stellenwert für mich.

Du bist für alle drei Wettbewerbe nominiert. Haben alle die gleiche Priorität oder wie priorisierst du?

Einzelzeitfahren und Straßenrennen haben die gleiche Priorität, auf beiden liegt mein klarer Fokus. In der Mixedstaffel möchte ich natürlich auch alles geben. Dort zählt aber vorrangig die Leistung des gesamten Teams. Wir haben in der Vergangenheit schon gezeigt, dass wir gemeinsam zu großartigen Leistungen imstande sind. Wenn mein Fokus nicht auch auf dem Teamevent liegen würde, dann dürfte ich gar nicht an den Start gehen.

Auf Rundfahrten seid ihr es gewohnt, jeden Tag volle Leistung abzurufen. Wie steuert man die Belastung innerhalb einer Woche mit „nur“ drei Rennen? Was verändert sich dadurch an der Vorbereitung und Herangehensweise?

Wir haben bei der WM tatsächlich ein paar Ruhetage, an denen man eine gute Balance finden muss zwischen dem Zulassen von Ruhe und Erholung, aber den Körper dennoch im Betriebsmodus zu halten, um startklar zu bleiben. An der Herangehensweise ändert sich nicht so viel, außer dass die Woche etwas entspannter angegangen werden kann als bei einer großen Rundfahrt.

Worin liegt für dich der Unterschied, für Deutschland anstatt für dein Team FDJ United-Suez anzutreten?

Man muss mehr packen, wenn man fürs Nationalteam antritt! Ich musste meine Räder, meine Helme, auch meine Energieregel selbst einpacken, das erledigt normalerweise das Team für mich. Und ich arbeite jetzt mit Menschen zusammen, die ich im Verlauf einer Saison nicht so häufig sehe. Aber das läuft sehr gut, wir haben eine tolle Betreuung. Ich starte sehr gern für Deutschland!

Was hat der Wechsel des Teams zu dieser Saison für dich bewirkt?

Er hat mir sehr gut getan. Ich habe einen neuen Input gebraucht, den ich bekommen habe. Ich habe einen neuen Trainer vom Team gestellt bekommen, mit dem ich sehr gut zusammenarbeite. Der Spaß an der Arbeit ist groß, dieser Tapetenwechsel war sehr wichtig für mich. Eine glückliche Athletin ist eine gute Athletin.

Der Sieg bei Paris – Roubaix in diesem Jahr als erste Deutsche bei diesem prestigeträchtigen Rennen hat dich einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht. Welche Reaktionen darauf haben dich besonders gefreut und was hat dieser Sieg für dich in Gang gesetzt?

Dieser Sieg hat mir einiges mehr an Aufmerksamkeit und Bekanntheit beschert. Es ist sehr cool, wenn man zum Beispiel am Flughafen um ein gemeinsames Foto gebeten wird. Das zeigt mir, welchen Einfluss man auf die Fans haben kann, und dafür bin ich sehr dankbar, weil ich es bislang nicht so kannte.

Du hast oft erwähnt, welche Rolle deine Eltern für deine Karriere gespielt haben und immer noch spielen. Wie hat sich diese Beziehung im Verlauf der vergangenen Jahre verändert?

Die Beziehung zu meinen Eltern ist immer noch super, aber wenn man professionell unterwegs ist, ist es normal, dass ihr Einfluss abnimmt. Mein Vater hat lange mein Training geleitet und wir sind als Familie zu den Rennen gefahren. Dass die Eltern immer dabei sind, hat sich geändert, aber ich kriege immer noch Hinweise oder Tipps von meinem Vater mit auf den Weg, und das finde ich sehr schön.

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