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„Wir müssen proaktiv eingreifen, bevor der große Schaden da ist“

Der DOSB hat zehn Forderungen an die neue Bundesregierung aufgestellt – und wir untermauern diese in den Wochen des Bundestagswahlkampfs und der anschließenden Koalitionsverhandlungen mit der Unterstützung von Testimonials aus dem Leistungssport, um anhand von Beispielen aus der Praxis deutlich zu machen, was diese Forderungen dem organisierten Sport bedeuten. Der Link zu allen zehn Forderungen findet sich am Textende. In Folge 1 geht es um Investitionen und Infrastruktur.

„Geht nicht - gibt’s nicht“, das ist das Motto, unter das Maurice Schmidt seinen Alltag als Leistungssportler gestellt hat. Als Goldmedaillengewinner bei den Paralympischen Spielen in Paris hat der 25-Jährige vom SV Böblingen eindrucksvoll bewiesen, dass er als Rollstuhlfechter in der Lage ist, die Grenzen des Machbaren immer weiter zu verschieben. Als Profisportler, der auf barrierefreie Infrastruktur angewiesen ist, erlebt er dagegen manchmal Dinge, die unter die Kategorie „Geht gar nicht“ einzuordnen wären. Und deshalb war er sofort bereit, seine Erfahrungen zu schildern, um die Forderung des DOSB nach kontinuierlicher und ausreichender Unterstützung für den Ausbau, die Sanierung, die Modernisierung und Dekarbonisierung von Sportstätten zu unterstützen.

„Grundsätzlich haben wir im Parasport den Vorteil, dass wir oft in neueren Hallen trainieren, weil das Thema Barrierefreiheit noch nicht lang bei der Errichtung von Sportstätten mitgedacht wird“, sagt Maurice Schmidt, der in Stuttgart Umweltschutztechnik studiert. Deshalb kennt er die Probleme mit maroden Sanitärbereichen, die in vielen alten Hallen Alltag sind, nicht so intensiv aus eigener Erfahrung. Aber was den Mann, der mit Dysmelie, einer Fehlbildung der Gliedmaßen, geboren wurde, oft verärgert, ist die Gleichgültigkeit, mit der Barrierefreiheit vielerorts noch immer angegangen wird. 

Bundestagswahl 2025: Das fordert der organisierte Sport

Sport im Verein ist so beliebt wie nie. Mit mehr als 28 Millionen Mitgliedschaften in rund 86.000 Sportvereinen erreichte der organisierte Sport 2024 einen neuen Allzeitrekord. Damit ist und bleibt der Sport unter dem Dach des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) die größte zivilgesellschaftliche Bewegung unseres Landes. 

Das ist allerdings nicht selbstverständlich. 

Sportvereine und -verbände, Trainer*innen und Athlet*innen im ganzen Land sehen sich von der Politik oftmals nicht ausreichend für ihre Arbeit und ihren Einsatz wertgeschätzt und gefördert. An vielen Ecken und Enden besteht dringender Handlungsbedarf. 

Anlässlich der vorgezogenen Bundestageswahl am 23. Februar 2025 hat der DOSB als Dachverband des deutschen Sports zehn politische Forderungen aufgestellt. Diese Forderungen, die alle 102 Spitzenverbände, Landessportbünde und Verbände mit besonderen Aufgaben auf der DOSB-Mitgliederversammlung am 7. Dezember 2024 in Saarbrücken einstimmig beschlossen haben, liegen den Parteien und Fraktionen vor und werden bis zur Wahl sowie während der Koalitionsverhandlungen gezielt an die Politik herangetragen. 

Preisverleihung des Wettbewerbs „Bewegung gegen Krebs“

Im Rahmen einer Preisverleihung im Haus des Sports in der Otto-Fleck-Schneise wurden die drei Gewinnervereine des Wettbewerbs „Bewegung gegen Krebs“ 2024 geehrt. Die Sportvereine der prämierten Aktionstage nahmen persönlich ihre Auszeichnungen entgegen. Dabei wurden Gutscheine des Sportgeräteherstellers BENZ Sport von Deutscher Krebshilfe, DOSB und DTB – den Initiatoren des Wettbewerbs – an die Sportvereine übergeben.

Die Preisträger*innen überzeugten mit innovativen Aktionstagen, die Bewegung, Information und Prävention miteinander verbanden.

  • Der SSV Hünfeld setzte auf ein abwechslungsreiches Programm aus Präventionssport an Land und im Wasser, darunter „Aqua-Drums“, und stellte den Spaß an Bewegung in den Vordergrund.
  • Der TSV Spandau begeisterte mit einem interaktiven „Trimmy-Rätsel“, das die präventive Wirkung von Bewegung kreativ erlebbar machte.
  • Der TV Lorenzreuth bot eine Vielfalt aus sportlichen Aktivitäten, Workshops und Infoständen zu gesunder Ernährung und Krebsprävention.

Sportliches Highlight
Die Preisverleihung fand in einem lockereren Rahmen statt und würdigte die kreativen Aktionen der Vereine. Nach der offiziellen Übergabe der Preise konnten die Preisträger*innen ein weiteres Highlight genießen: Gemeinsam wurde das Fußballspiel Eintracht Frankfurt gegen Borussia Dortmund im ausverkauften Deutsche Bank Park besucht.

Ein Wettbewerb mit gesellschaftlichem Mehrwert
Der Vereinswettbewerb „Bewegung gegen Krebs“ wurde erstmals in Kooperation mit dem DTB unter dem Motto „Leben liebt Bewegung Tu’s für Dich!“ durchgeführt. Die ausgezeichneten Vereine haben eindrucksvoll gezeigt, wie sie gesellschaftlich relevante Themen in ihren Vereinsalltag integrieren können und damit einen wertvollen Beitrag zur Gesundheitsförderung leisten.