Grüner Weg 1, 27793 Wildeshausen

Für gesündere Kinder und Jugendliche: Ärzt*innen können ab sofort Sport verschreiben

Mit dem neuen „Rezept für Bewegung“ ist es Kinder- und Jugendärzt*innen möglich, beispielsweise im Rahmen der U-Untersuchungen oder der Jugenduntersuchungen konkreter auf das Thema körperliche Aktivität, Bewegung und Sport einzugehen und individuelle Bewegungsempfehlungen auszusprechen (s. Rezept). Auch wenn das Rezept nicht von den Krankenkassen übernommen wird, kann es entscheidend zur Förderung körperlicher Aktivität beitragen.

Mehr als 80 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland erreichen nicht das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Mindestmaß an körperlicher Aktivität von durchschnittlich 60 Minuten pro Tag. Ärzt*innen können über das Rezept konkrete Empfehlungen abgeben, um dem gravierenden Bewegungsmangel entgegenzuwirken. Eltern werden zudem darüber informiert, wie sie ihren Familienalltag bewegter gestalten können und wie ihre Kinder Zugang zu organisierten Sport- und Bewegungsangeboten erhalten. Damit werden Pädiater*innen als wichtige Unterstützer für Sport und Bewegung mobilisiert.

Dr. Michael Hubmann, Präsident des BVKJ, hebt hervor: “Die körperliche Aktivität ist eine wichtige Säule für eine gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Als Ärztinnen und Ärzte sind wir nicht nur für die Behandlung von Krankheiten zuständig, sondern auch für die Prävention. Mit dem ‚Rezept für Bewegung‘ können wir aktiv dazu beitragen, die Gesundheit der jungen Generation zu fördern und ihnen ein gesundes, glückliches Leben zu ermöglichen. Es ist entscheidend, dass wir Bewegung und Sport als integralen Bestandteil der kindlichen Entwicklung und als Vorbeugemaßnahme gegen viele gesundheitliche Risiken in der täglichen Praxis verankern.”

Mit olympischem Rückenwind zur ersten WM-Medaille seit 2007

Seinen wuchtigen Körper, mit dem er zuvor reihenweise brasilianische Torabschlüsse geblockt hatte, hatte Johannes Golla vor den Kameras der Bewegtbild-Medien aufgebaut. Der Kapitän der deutschen Handball-Nationalmannschaft beherrscht es durchaus, einen Gesichtsausdruck aufzusetzen, der eine kritische Nachfrage in etwa so zielführend erscheinen lässt, als würde man einen Löwen fragen, ob man ihm mal eben kräftig an der Mähne ziehen dürfe. Aber weil der 27 Jahre alte Kreisläufer von der SG Flensburg-Handewitt zwar auf der Platte bissig sein kann wie ein hungriges Raubtier, abseits des Handballfelds jedoch freundlich und eloquent daherkommt, galt sein grimmiger Blick in erster Linie der eigenen Leistung. 

Mit 28:26 hatte der Silbermedaillengewinner von den Olympischen Spielen in Paris am Sonnabend in Hamburg gegen Brasilien sein letztes Vorbereitungsspiel auf die WM, die an diesem Dienstag eröffnet wird und für Deutschland am Mittwoch (20.30 Uhr/ARD) im dänischen Herning gegen Polen beginnt, zwar gewonnen. Dazu jedoch war in den letzten 15 Spielminuten eine deutliche Leistungssteigerung, gepaart mit einem klaren Kraftverlust der Gäste aus Südamerika, notwendig gewesen. Zur Halbzeit hatte die Auswahl von Bundestrainer Alfred Gislason noch mit 13:17 hinten gelegen und dabei in erschreckendem Ausmaß freie Torwürfe vergeben, die Brasiliens Torhüter Rosa beinahe zum Helden eines maximal mittelmäßigen Spiels gemacht hätten. 

Nun muss man im Leistungssport für Siege auch im Jahr 2025 nicht um Entschuldigung bitten, zumal der Erfolg schlussendlich sogar als verdient bezeichnet werden konnte. Dennoch war es sehr wohltuend zu vernehmen, dass die Mannschaft den eigenen Auftritt sehr realistisch einzuordnen verstand. „Wenn man so viele freie Würfe vergibt, wird sich das in einem WM-Spiel definitiv rächen. Da müssen wir Lösungen finden“, sagte Kapitän Golla der DOSB-Presse, ehe er seinem Team abschließend verbal ein passendes Zeugnis überreichte. „Wir sind sicherlich nicht auf einem schlechten Niveau, aber auch noch längst nicht da, wo wir im Sommer waren.“

Olympiasilber: Abhaken oder als Motivation begreifen

Im Sommer, da waren die DHB-Männer beinahe auf dem Olymp ihres Sports angekommen. Bei den Olympischen Spielen in Paris hatten sie lediglich gegen die beinahe unbesiegbar wirkenden Dänen das klare Nachsehen, durften sich nach der 26:39-Finalniederlage aber absolut verdient über Silber freuen. Ein Erfolg, der bei einem Großteil des Kaders bis heute nachwirkt, was in den vergangenen Wochen zu Diskussionen darüber geführt hatte, wie denn nun umzugehen sei mit dem größten sportlichen Erfolg, den diese aktuelle Handball-Generation in ihrer bisherigen Ära erringen konnte. Muss man Olympia abhaken und sich voll auf den nächsten großen Wurf in Richtung des ersten WM-Golds seit 2007 fokussieren? Oder sollte man sich vom Gedanken an die Silberplakette zum nächsten Edelmetall pushen lassen? 

Renars Uscins hat dazu eine klare Meinung. „Wir blicken nur nach vorn und hängen nicht daran, was wir bei Olympia gemacht haben. Wir wissen dadurch, was wir können, aber man sollte Vergangenes immer abhaken und sich auf das Neue konzentrieren“, sagt der 22 Jahre alte Rückraum-Recke von der TSV Hannover-Burgdorf, der sich in Paris als Shooting-Star zum wertvollsten deutschen Spieler entwickelt hatte. Juri Knorr, Spielmacher der Nationalmannschaft und gegen Brasilien mit fünf Toren einmal mehr bester Werfer, sieht es dagegen anders. „Olympia ist bei mir im Kopf und im Herzen, ich denke sehr oft und gern daran zurück“, sagt der 24 Jahre alte Rückraum-Regisseur von den Rhein-Neckar Löwen. Er habe sich oft gefragt, wie es manch einem seiner Teamkollegen so schnell gelungen sei, die Reizüberflutung von Paris zu verarbeiten. „Bei mir hat das sehr lange gedauert und war wirklich schwierig.“

Tatsächlich gilt Knorr als Mensch, der zum Grübeln neigt und sich zusätzlich zu der Last, die von außen auf seine Schultern geladen wird, selbst am meisten unter Druck setzt, während Uscins als unbekümmert und deshalb auch als wichtige Entlastung für Deutschlands derzeit begabtesten Offensivkünstler gilt. Dennoch teilen einige Kollegen Knorrs Ansicht, die olympischen Erfahrungen durchaus in die WM einfließen lassen zu wollen. „Ich persönlich nehme Paris als Rückenwind, ich will das gar nicht verdrängen oder abhaken. Wichtig ist nur, dass wir uns auf der Silbermedaille nicht ausruhen. Der letzte Test hat uns doch gezeigt, dass es nicht funktioniert, wenn man nicht immer voll da ist“, sagt Torhüter David Späth. Der 22-Jährige, Teamkollege Knorrs auch bei den Löwen, hatte in Hamburg nach seiner späten Einwechslung für den Kieler Jung-Vater Andreas Wolff mit einigen spektakulären Paraden das Publikum in Wallung gebracht.

Mit olympischem Rückenwind zur ersten WM-Medaille seit 2007

Seinen wuchtigen Körper, mit dem er zuvor reihenweise brasilianische Torabschlüsse geblockt hatte, hatte Johannes Golla vor den Kameras der Bewegtbild-Medien aufgebaut. Der Kapitän der deutschen Handball-Nationalmannschaft beherrscht es durchaus, einen Gesichtsausdruck aufzusetzen, der eine kritische Nachfrage in etwa so zielführend erscheinen lässt, als würde man einen Löwen fragen, ob man ihm mal eben kräftig an der Mähne ziehen dürfe. Aber weil der 27 Jahre alte Kreisläufer von der SG Flensburg-Handewitt zwar auf der Platte bissig sein kann wie ein hungriges Raubtier, abseits des Handballfelds jedoch freundlich und eloquent daherkommt, galt sein grimmiger Blick in erster Linie der eigenen Leistung. 

Mit 28:26 hatte der Silbermedaillengewinner von den Olympischen Spielen in Paris am Sonnabend in Hamburg gegen Brasilien sein letztes Vorbereitungsspiel auf die WM, die an diesem Dienstag eröffnet wird und für Deutschland am Mittwoch (20.30 Uhr/ARD) im dänischen Herning gegen Polen beginnt, zwar gewonnen. Dazu jedoch war in den letzten 15 Spielminuten eine deutliche Leistungssteigerung, gepaart mit einem klaren Kraftverlust der Gäste aus Südamerika, notwendig gewesen. Zur Halbzeit hatte die Auswahl von Bundestrainer Alfred Gislason noch mit 13:17 hinten gelegen und dabei in erschreckendem Ausmaß freie Torwürfe vergeben, die Brasiliens Torhüter Rosa beinahe zum Helden eines maximal mittelmäßigen Spiels gemacht hätten. 

Nun muss man im Leistungssport für Siege auch im Jahr 2025 nicht um Entschuldigung bitten, zumal der Erfolg schlussendlich sogar als verdient bezeichnet werden konnte. Dennoch war es sehr wohltuend zu vernehmen, dass die Mannschaft den eigenen Auftritt sehr realistisch einzuordnen verstand. „Wenn man so viele freie Würfe vergibt, wird sich das in einem WM-Spiel definitiv rächen. Da müssen wir Lösungen finden“, sagte Kapitän Golla der DOSB-Presse, ehe er seinem Team abschließend verbal ein passendes Zeugnis überreichte. „Wir sind sicherlich nicht auf einem schlechten Niveau, aber auch noch längst nicht da, wo wir im Sommer waren.“

Olympiasilber: Abhaken oder als Motivation begreifen

Im Sommer, da waren die DHB-Männer beinahe auf dem Olymp ihres Sports angekommen. Bei den Olympischen Spielen in Paris hatten sie lediglich gegen die beinahe unbesiegbar wirkenden Dänen das klare Nachsehen, durften sich nach der 26:39-Finalniederlage aber absolut verdient über Silber freuen. Ein Erfolg, der bei einem Großteil des Kaders bis heute nachwirkt, was in den vergangenen Wochen zu Diskussionen darüber geführt hatte, wie denn nun umzugehen sei mit dem größten sportlichen Erfolg, den diese aktuelle Handball-Generation in ihrer bisherigen Ära erringen konnte. Muss man Olympia abhaken und sich voll auf den nächsten großen Wurf in Richtung des ersten WM-Golds seit 2007 fokussieren? Oder sollte man sich vom Gedanken an die Silberplakette zum nächsten Edelmetall pushen lassen? 

Renars Uscins hat dazu eine klare Meinung. „Wir blicken nur nach vorn und hängen nicht daran, was wir bei Olympia gemacht haben. Wir wissen dadurch, was wir können, aber man sollte Vergangenes immer abhaken und sich auf das Neue konzentrieren“, sagt der 22 Jahre alte Rückraum-Recke von der TSV Hannover-Burgdorf, der sich in Paris als Shooting-Star zum wertvollsten deutschen Spieler entwickelt hatte. Juri Knorr, Spielmacher der Nationalmannschaft und gegen Brasilien mit fünf Toren einmal mehr bester Werfer, sieht es dagegen anders. „Olympia ist bei mir im Kopf und im Herzen, ich denke sehr oft und gern daran zurück“, sagt der 24 Jahre alte Rückraum-Regisseur von den Rhein-Neckar Löwen. Er habe sich oft gefragt, wie es manch einem seiner Teamkollegen so schnell gelungen sei, die Reizüberflutung von Paris zu verarbeiten. „Bei mir hat das sehr lange gedauert und war wirklich schwierig.“

Tatsächlich gilt Knorr als Mensch, der zum Grübeln neigt und sich zusätzlich zu der Last, die von außen auf seine Schultern geladen wird, selbst am meisten unter Druck setzt, während Uscins als unbekümmert und deshalb auch als wichtige Entlastung für Deutschlands derzeit begabtesten Offensivkünstler gilt. Dennoch teilen einige Kollegen Knorrs Ansicht, die olympischen Erfahrungen durchaus in die WM einfließen lassen zu wollen. „Ich persönlich nehme Paris als Rückenwind, ich will das gar nicht verdrängen oder abhaken. Wichtig ist nur, dass wir uns auf der Silbermedaille nicht ausruhen. Der letzte Test hat uns doch gezeigt, dass es nicht funktioniert, wenn man nicht immer voll da ist“, sagt Torhüter David Späth. Der 22-Jährige, Teamkollege Knorrs auch bei den Löwen, hatte in Hamburg nach seiner späten Einwechslung für den Kieler Jung-Vater Andreas Wolff mit einigen spektakulären Paraden das Publikum in Wallung gebracht.