Jetzt für das Olympische Jugendlager als Teilnehmer*in oder Leitungsteamer*in bewerben
Gemeinsam laden die Deutsche Olympische Akademie (DOA) und die Deutsche Sportjugend (dsj) engagierte Jugendliche aus dem Ehrenamt und Nachwuchsleistungssport ein, die Faszination der Olympics hautnah zu erleben. Dabei werden sie vor Ort von einem zehnköpfigen, erfahrenen Leitungsteam betreut.
Gesucht: 40 Jugendliche plus Leitungsteamer*innen
Bis zum 15. Juli 2025 können sich 16- bis 19-jährige Jugendliche mit und ohne Behinderung, die Leistungssport betreiben oder sich aktiv in ihrem Verein oder Verband engagieren, über das Online-Bewerbungsportal bewerben (Ausschreibung für die Teilnehmenden).
Bereits zwei Wochen früher, am 30. Juni, endet die Bewerbungsfrist für Betreuer*innen (Ausschreibung für das Leitungsteam).
Alle Informationen zu den Anforderungen im Bewerbungsprozess und Auswahlverfahren finden sich im Online-Portal.
Über das Deutsche Olympische Jugendlager
Das Deutsche Olympische Jugendlager (DOJL) wird seit 2010 gemeinsam von der DOA und der dsj im Auftrag des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) organisiert. Das vielfältige Bildungs- und Sportprogramm umfasst u. a. Wettkampfbesuche, Workshops, Diskussionsrunden, kulturelle Erlebnisse und einen interkulturellen Austausch mit Jugendlichen aus dem Gastgeberland.
Alle Informationen zum bevorstehenden DOJL Mailand Cortina 2026 und zu vorherigen Ausgaben finden sich auf der offiziellen Website. Jetzt bewerben!
Event-Inklusionsmanager*in im Sport: Oliver Gatzsch
„Ein leeres Blatt Papier kann man auch als Intention sehen“, antwortet Oliver Gatzsch auf die Frage, welche Absichten er mit dem Antritt seiner Stelle als Event-Inklusionsmanager (EVI) beim Verein Deutsche Turnfeste verband. Beruflich war der 42-Jährige zu dem Zeitpunkt schon gut herumgekommen: Geschäftsführer eines Sportvereins, Eventmanager in der freien Wirtschaft, Verwaltungsangestellter. Zuletzt leitete er den Betrieb eines Schlosses und Sportparks in einer Gemeinde in Sachsen - doch den einnehmenden Arbeitsalltag hatte er satt.
Zum Ausrichter der Eventserie des Internationalen Deutschen Turnfestes trieb ihn schließlich vor allem eines: Neugier. Für die Wettkampf- und Breitensportveranstaltung,
Wie Menschen mit Behinderungen am Sporttreiben gehindert werden
Stell dir vor, du möchtest Sport treiben, etwas Gutes für deine Gesundheit tun, Menschen treffen, dich engagieren. Und dann sagt dir jemand, noch bevor du überhaupt eine Schweißperle auf der Stirn hast: „Das macht dann 2.000 Euro bitte“.
So geht es vielen Menschen mit Behinderungen.
Denn ohne Sportprothese oder Sportrollstuhl haben sie oftmals keine Chance, am Sport teilzunehmen. Die Versorgung mit Hilfsmitteln ist unzureichend und nicht im Sinne der Betroffenen geregelt. Immer wieder verweigern Krankenversicherungen oder Sozialleistungsträger die Finanzierung und entziehen sich der Verantwortung, indem sie Breiten- und Vereinssport als reine Privatsache abtun. Es kommt zum bürokratischen Hürdenlauf.
Die Folge: Menschen mit Behinderungen bleiben dem Sport und damit einem wichtigen gesellschaftlichen Treffpunkt fern und fühlen sich - zurecht - ausgeschlossen. Und das ist langfristig sogar finanziell schädlich für uns als Gesellschaft. Denn Sport wirkt sich körperlich und mental positiv auf die Gesundheit von Menschen mit Behinderungen aus und spart damit Geld, in dem er mögliche spätere Behandlungen vorbeugt. Unterm Strich ist die Bereitstellung von Hilfsmitteln also ein für die Gesellschaft gewinnbringendes Investment.