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„ReStart - Sport bewegt Deutschland“: Erfolgreiches Programm endet

Seit dem Start Ende des Jahres 2022 hat das Programm, gefördert vom Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI), den Sport in Deutschland nachhaltig bereichert. Wir werfen mit diesem Beitrag einen Rückblick auf die zentralen Maßnahmen und Erfolge im Jahr 2024. 

Ein Highlight: Die Bewegungslandkarte (BeLa) 

Die BeLa ist eines der zentralen Bausteine des Programms. Sie unterstützt Sport- und Bewegungsinteressierte in ganz Deutschland, schnell und intuitiv passende Sportangebote in ihrer Umgebung zu finden. Sie bietet Sportvereinen nicht nur die Möglichkeit, ihre Angebote darzustellen, sondern auch ihre Reichweite und Bekanntheit erheblich zu steigern. Die bundesweite Übersicht ist ein Meilenstein, der den Zugang zum Sport in Deutschland nachhaltig erleichtert. Interesse geweckt? Hier geht’s zur BeLa!

Ein Assistent für den Sport: KI-Unterstützung für Engagierte 

Mit dem digitalen Assistenten hat der DOSB eine KI-Lösung geschaffen, um die Informationsbeschaffung für Engagierte im Sport zu erleichtern. Die komplexen Strukturen des organisierten Sports werden durch diese innovative Anwendung transparenter, was die Arbeit der Engagierten deutlich unterstützt. Der digitale Assistent wurde im Jahr 2024 entwickelt und wird 2025 dezentral ausgerollt.  

Thementage: Wissen teilen und Impulse setzen 

Die digitalen Thementage zu Themen wie Demokratieförderung, Ganztag und Safe Sport haben Aufmerksamkeit für wichtige gesellschaftliche und sportbezogene Themen geschaffen. Mit einer Kombination aus Expert*innenvorträgen, Best-Practice-Beispielen und Begleitmaterialien richteten sie sich vor allem an die Sportvereine und boten wertvolle Anregungen für die Vereinsarbeit. Alle Begleitmaterialien und Aufzeichnungen findest Du hier

Content für alle: Die Toolbox als langfristige Bezugsquelle 

Die Kampagne „Dein Verein - Sport nur besser“ hat Vereinen und Verbänden einen umfangreichen Pool an Motiven, Videos und Bildern in einer Content-Plattform bereitgestellt. Diese Plattform wurde intensiv genutzt und weiterentwickelt, um die Öffentlichkeitsarbeit von Vereinen und Verbänden zu erleichtern. Auch über das Ende des Programms hinaus bleibt der Content verfügbar und kann zeitlich, räumlich und kanalunabhängig genutzt werden. Hier loslegen! 

Blick in die Zukunft 

Das Programm ReStart hat nicht nur innovative Tools und Ideen etabliert, sondern auch gezeigt, wie der organisierte Sport in Deutschland aktiv auf die Bedürfnisse von Mitgliedern und Ehrenamtlichen eingehen kann. Der DOSB bedankt sich bei allen Beteiligten und freut sich darauf, die geschaffenen Strukturen und Ressourcen auch zukünftig zu nutzen und weiterzuentwickeln. 

Auch wenn das ReStart-Programm endet, bleibt die Botschaft bestehen: Sport bewegt Deutschland.  

Mehr Informationen unter: www.dosb.de/sportentwicklung/restart 

Sport und mentale Gesundheit im Fokus

Vom 19. bis 21. November 2024 wurde im Sport- und Olympia-Museum in Köln die Rolle des Sports im Umgang mit jungen Menschen in Krisensituationen ins Zentrum gerückt. Die Ausbildung „Sport Coach+“ hat das Ziel, Referent*innen und Trainer*innen im Sport-Kontext innovative Ansätze und bewährte Methoden zu vermitteln, um eine sichere und unterstützende Sportumgebung zu fördern - insbesondere für junge Menschen, die von Vertreibung und Flucht betroffen sind.

Veranstaltet wurde „Sport Coach+“ in Kooperation von der Olympic Refuge Foundation (ORF), dem IFRC Psychosocial Reference Centre, dem Bundesprogramm „Integration durch Sport“ (IdS) und dem Ressort „Internationales“ im DOSB.

Sport-Coach+: Nicht nur für den Integrationsbereich interessant

24 Referent*innen, die im IdS-Bundesprogramm für die Qualifizierung „Fit für die Vielfalt“ aktiv sind, nahmen an der Multiplikator*innen-Schulung teil. Die Ausbildung zielt darauf ab, die Fähigkeiten von (Sport-)Trainer*innen zu stärken, um trauma-sensible Praktiken in ihre Arbeit zu integrieren.  Die trauma-sensiblen Ansätze des Programms sollen Trainer*innen helfen, sichere Räume zu schaffen, die Vertreibung erlebt haben. Sie fördern Vertrauen, Stabilität und Resilienz.

„Die Veranstaltung an sich war sehr interessant, weil viele sehr gut ausgebildete Teilnehmer*innen dabei waren. Dadurch kommen gute Diskussionen zustande. Grundsätzlich denke ich, dass die „Sport Coach+“ Ausbildung überall im deutschen Sport notwendig ist, nicht nur im Integrationsbereich, sondern auch im Leistungssport.“, sagt Sven Spannekrebs, geschäftsführender Vorstand des Butterfly by Yusra Mardini e.V.

Neue Blickwinkel für die praktische Referent*innen-Arbeit

Mit Hilfe von Rollenspielen, Präsentationen und Gruppenarbeit werden in der Ausbildung Lösungen für die Herausforderungen der emotionalen Belastung junger Sportler*innen entwickelt, diskutiert und bewertet.

Durch Rollenspiele, Präsentationen und Gruppenarbeit erarbeiten die Teilnehmer*innen gemeinsam Lösungen, um die emotionalen Herausforderungen junger Sportler*innen zu bewältigen, die von Vertreibung und Flucht betroffen sind. Dabei werden die Ansätze intensiv diskutiert und bewertet.

Caner Demir, Teilnehmender und Referent bei „Fit für die Vielfalt“, stellt für sich fest: „Ich bin noch relativ neu als Referent bei IdS dabei, aber schon seit 15 Jahren als Kick-Box Trainer für Kinder und Jugendliche aktiv. Meine Gruppe ist bunt gemischt und besteht aus vielen Nationen, dafür kann ich aus der Ausbildung unheimlich viel mitnehmen und neue Blickwinkel einnehmen. Sport verbindet einfach.“

Globale Reichweite durch Best Practices und Schulungsmaterialien

Die fachlichen Leitlinien und Schulungsmaterialien, entwickelt von ORF und IFRC, werden in acht Sprachen übersetzt und online verfügbar gemacht. Erste Informationen zum Handbuch finden Sie hier. Damit wird eine weite Verbreitung unter Fachleuten aus Sport und psychosozialer Unterstützung sichergestellt. „Ich halte „Sport Coach +“ für eines der wichtigsten Programme in der Arbeit mit traumatisierten Menschen. Es bereitet einen selbst in der Trainer*innen-Tätigkeit vor, bildet ihre Resilienz aus. Für die Zukunft wäre es wichtig, dass es möglichst viele Trainer*innen aus „Sport Coach+“ gibt, die die Inhalte in ihren Peer-Groups anwenden können.“, gibt Sven Spannekrebs zum Abschluss mit.

(Quelle: DOSB)

Ehre, wem Ehre gebührt

Als Mann des Wortes, der die freie Rede schätzt und beherrscht, ist Peter Beuth bekannt. Wertschätzende Sätze über sich selbst zu hören, das ist Politiker*innen indes nicht allzu häufig vergönnt. Kein Wunder also, dass der frühere Minister für Inneres und Sport in Hessen die Laudatio sichtlich genoss, die auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am 7. Dezember in Saarbrücken zu seinen Ehren gehalten wurde. Besonders der Teil, in dem Laudatorin Juliane Kuhlmann, Präsidentin des Landessportbundes Hessen, auf die Großzügigkeit des 57-Jährigen einging, amüsierte den CDU-Politiker ebenso wie die rund 500 Zuhörenden. 

2015 hatte Juliane Kuhlmann damals um einen kleinen Mittelaufwuchs für das Pilotprojekt „Sport und Flüchtlinge“ gebeten, um ein paar mehr Sportkreise einbinden zu können. „Nach kurzem Innehalten fragtest du uns dann fast angriffslustig: ‚Wenn wir das Projekt auf ganz Hessen ausweiten würden, wie könnte das aussehen, und wieviel Geld braucht ihr dafür?‘ Darf’s ein bisschen mehr sein? Das kannte ich bisher nur von der Bedientheke beim Metzger und keinesfalls aus Finanzverhandlungen vonseiten eines Ministers“, beschrieb Kuhlmann ihre damalige Wahrnehmung. 

Empathische und zupackende Handlungsschnelle wie in geschildertem Beispiel hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Peter Beuth seinen Stellenwert als leidenschaftlicher Botschafter des Sports zementieren konnte. Für seine Verdienste im und um den Sport erhielt er deshalb die Ehrenmedaille des DOSB, die zweithöchste Auszeichnung nach der Ehrenmitgliedschaft, die in diesem Jahr Gudrun Doll-Tepper zugesprochen bekam (Informationen dazu gibt es hier). 

Außerordentliches Engagement und Leidenschaft für den Sport werden im DOSB traditionell mit der Verleihung der Ehrennadel gewürdigt. In diesem Jahr durften sich in Saarbrücken fünf Personen über diese Auszeichnung freuen. Die 103-malige Basketball-Nationalspielerin Andrea Gotzmann (67) wurde für ihre zwölfjährige Tätigkeit im Vorstand der Nationalen Antidoping Agentur (NADA) geehrt. Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann (41) bekam die Goldene Nadel für ihr Engagement in der Athletenkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und im DOSB-Präsidium. 

Stefan Klawiter (72), erhielt die Auszeichnung für zwei Amtszeiten als Präsident der Deutschen Taekwondo Union sowie seine zahlreichen internationalen Ehrenämter in seinem Sport. Uwe Lübking (68) hat sich als Beigeordneter des Deutschen Städte und Gemeindebundes große Verdienste um die Kommune als Raum für Bewegung, Prävention und Gesundheit erworben und stets engagiert auf den Investitionsrückstau bei der kommunalen Infrastruktur insbesondere in den Bereichen Sportstätten, Bäder, Schulen und Gesundheit hingewiesen. Andreas Trautvetter (69) hat den Bob- und Schlittenverband seit seiner Amtsübernahme 2004 als Präsident zum erfolgreichsten deutschen Wintersportverband ausgebaut, seit 2010 ist er zudem Mitglied des Weltverbands. Dafür erhielt er die Ehrennadel. 

Allen Ausgezeichneten auch auf diesem Wege noch einmal herzliche Glückwünsche und einen großen Dank für die geleistete Arbeit! 

(Quelle: DOSB)